Kräutergarten

Was die Nonnen in ihren Gärten pflanzten, wächst auch heute wieder im Kräutergarten.

Auf einer der Rasenflächen im Klosterinnenhof findet sich seit dem Herbst 2010, als eine „Außenstation“ des Klostermuseums, der Klostergarten. Er liegt allerdings nicht am historischen Ort, vielmehr war die unmittelbare Nähe zum Klostermuseum und Klostercafé für die Wahl der Gartenfläche wesentlich.

 

Der mittelalterliche Klostergarten existierte vermutlich jenseits der Klosteranlage am Hang zum Mühlenteich. Detaillierte Kenntnisse über die genaue Gliederung sowie die angebauten Pflanzen sind leider nicht bekannt. So handelt es sich bei diesem Klostergarten um eine Rekonstruktion, deren Struktur und Bepflanzung sich am Wissen über den Aufbau mittelalterlicher Kräutergärten orientiert.

Der Garten ist durch ein Wegkreuz in vier gleiche Teile gegliedert und wird durch eine Buxushecke eingerahmt. Die Pflanzflächen sind als durch Natursandsteinmauern eingefasste Hochbeete angelegt. Die Auswahl der ca. 100 Arten ist in Anlehnung an Aufzeichnungen aus der mittelalterlichen Zeit des Saarner Klosterlebens, wie der Landgüterverordnung Karls des Großen oder den Schriften von Hildegard von Bingen, erfolgt. Auf stark giftige und sehr pflegeintensive Arten wurde jedoch verzichtet.

Die Anordnung der Kräuter in den Beeten geschah in freier ästhetischer Gestaltung. Auf begleitenden Pflanzenschildchen finden sich jeweils kurze Angaben zum Namen und zu den Verwendungszwecken.

Im Umfeld des Klostergartens sind ergänzend einige Gehölze angepflanzt. Sie sollen vermitteln, dass in einem mittelalterlichen Klostergarten mehr als nur Kräuter wuchsen. Hierbei fiel die Auswahl unter anderem auf den „Borsdorfer Apfel“, eine Züchtung der Zisterzienser, sowie den Faulbaum, aus dessen Rinde früher die Holzkohle zur Produktion von Schießpulver gewonnen wurde. Somit verdeutlichen die Gehölze auch Teile der Geschichte des Kloster Saarn.

Anders als das Klostermuseum ist der Klostergarten immer geöffnet und kostenfrei zu besuchen. Die Kräuter sollen durch ihre Blüten und ihren Duft nicht nur Insekten zum Besuch anlocken, sondern jeden Besucher zum Verweilen, Schauen, Riechen, Träumen oder Entdecken einladen.

Das Ernten der Kräuter ist allerdings nicht erwünscht, denn sonst gäbe es irgendwann nur noch leere Beete

Ansprechpartnerin Kräutergarten

Stefanie Horn
Funktion: Stellvertretende Vorsitzende
Ansprechpartnerin für die Bereiche Kräutergarten, Klostermuseum, Klosterbienen sowie Kontaktperson zur Kath. Kirchengemeinde und anderen kulturellen Einrichtungen.

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